Start | Berimbao | Festival | Musikbögen | Lernen | Kaufen & Bauen | Kontakt

Musikbögen

Musikbögen sind Naturtoninstrumente. Über dem Grundton schweben Obertöne,  mit denen sich Melodien gestalten lassen. Zum Musizieren werden die Saiten  mit einem Stöckchen angeschlagen, manchmal auch gezupft, geschrapt oder  gestrichen. Häufig werden Resonatoren zur Klangverstärkung und Tonmodulation angebracht. Dabei dient die Mundhöhle als Resonator. Durch Veränderungen der Mundhöhle lassen sich partielle Verstärkung und Artikulation der Obertöne erreichen.

Der Mundbogen ist das erste Saiteninstrument der Menschheit. Auf einer altsteinzeitlichen Höhlenmalerei von Trois Frères (Frankreich) sieht man einen Mundbogen spielenden Schamanen.

Einst weltweit verbreitet, so auch in Europa zur Zeit der Paleolithikums, werden Mundbögen heute nur noch in abgelegenen Regionen Südamerikas, Afrikas  und Asiens verwendet.

Ich spiele zweierlei Mundbögen: "Lolongo", den kleinen Mundbogen mit Lianen-Saite (Foto links), wie ich ihn beim Volk der Lobi und bei Daouda Dalla in Toma/Burkina Faso kennengelernt habe und einen großen Musikbogen mit Metallsaite ("Berimbao-a-boca" in Brasilien, "umrhubhe" in Südafrika)

 
Hörbeispiele
Part 1 aus der CD "Konkolo" (Berimbao-a-boca)
Part 2 aus der CD "Konkolo" (Lolongo)
Sahel Blues aus der CD "Inside the Hollow Cliff"
Trois Frères aus der CD "Inside the Hollow Cliff"